Folsäure (Folat, Folacin, Vitamin B9)
Der bekannteste Name für diesen Nährstoff lautet Folsäure, während die Bezeichnung Vitamin B9 kaum verwendet wird. Folsäure ist die synthetische, in Vitaminpräparaten enthaltene Form, Folat und Folacin hingegen sind die natürlichen Formen, die in der Nahrung vorkommen. Folsäure ist sehr stabil und wird im Körper in Folat umgewandelt. Sie ist außerdem wasserlöslich. Ein Großteil wird in der Leber gespeichert - hier findet sich rund die Hälfte des gesamten Folatgehalts des Körpers. Der Nährstoff wird durch Erhitzen und Kochen zerstört.

Vitamin B12 ist die gängige Bezeichnung für eine Gruppe chemisch miteinander zusammenhängender Stoffe, die alle Vitaminaktivität aufweisen. Sie sind auch als Cobalamine bekannt. Die Biosynthese der Grundstruktur erfolgt mithilfe von Bakterien, die in der Natur weit verbreitet sind. Für die Aufnahme von Vitamin B12 aus der Nahrung ist das von der Magenschleimhaut gebildete Protein Intrinsic Factor erforderlich. Der Intrinsic Faktor bindet sich an Vitamin B12 und transportiert es vom Dünndarm aus in den Körper. Auch die Kolibakterien im Darm produzieren Vitamin B12, das anschließend vom Körper aufgenommen wird. Vitamin B12 wird für einen Zeitraum von bis zu mehreren Monaten in der Leber gespeichert. Darüber hinaus können wir im Darm aufgenommenes Vitamin B12 wiederverwerten. Im Vergleich zu anderen Vitaminen kann der Körper Vitamin B12 nicht so gut aufnehmen, außerdem verschlechtert sich unsere Aufnahmefähigkeit mit zunehmendem Alter. Die synthetische Grundform von Vitamin B12 wird für Nahrungsergänzungsmittel und als Lebensmittelzusatzstoff verwendet. Um eine ausreichende Aufnahme zu gewährleisten, sind die Dosen normalerweise relativ hoch.
Vitamin C ist auch als Ascorbin- oder L-Ascorbinsäure bekannt. Die meisten Tiere können Vitamin C mithilfe einer schrittweisen, enzymatischen Glukoseumwandlung (Dextrose) synthetisieren. Der Mensch, der Affe, das Meerschweinchen und bestimmte andere Tiere haben diese Fähigkeit jedoch im Laufe der Evolution verloren. Die für die Immunabwehr zuständigen weißen Blutkörperchen, die Bauchspeicheldrüse, die Hoden und die Eierstöcke weisen die höchste Vitamin-C-Konzentration auf. Vitamin C ist wasserlöslich und kann nicht im Körper gespeichert werden, weshalb wir auf eine regelmäßige Zufuhr angewiesen sind. Vitamin C wird durch Licht, Hitze, Kochen, Gefrieren, Konservieren und Lagern (einschließlich Winterlagerung von Obst und Gemüse) zerstört.
Es gibt verschiedene Arten Vitamin D. Die beiden wichtigsten sind:
Vitamin E wurde 1936 ursprünglich aus Weizenkeimöl isoliert. Der Nährstoff ist ein fettlösliches Vitamin pflanzlichen Ursprungs, das vor allem in fettreichen Lebensmitteln vorkommt. Vitamin E ist ein Sammelbegriff für acht verschiedene Verbindungen, die Tocopherole und Tocotrienole genannt werden. Alpha-Tocopherol stellt vermutlich die für den Menschen wichtigste Vitamin-E-Form dar, da sie am häufigsten vorkommt und auch die aktivste Form ist. Die höchste Konzentration weisen Nebennieren, Hoden, Eierstöcke, Gebärmutter und Fettgewebe auf. Vitamin E wird durch Licht und Gefrieren zerstört. Öl sollte dunkel und kühl gelagert werden.
Vitamin K ist fettlöslich und wurde von dem dänischen Professor und Nobelpreisträger Henrik Dam entdeckt. Es gibt verschiedene Formen mit verschiedenen Funktionen. Vitamin K1 kommt insbesondere in grünen Pflanzen vor, Vitamin K2 wird von Bakterien gebildet und Vitamin K3 wird synthetisch hergestellt.
Der Mineralstoff Chrom liegt in verschiedenen Formen vor. Sechswertiges Chrom wird für industrielle Zwecke verwendet, wie zum Verchromen, zum Gerben von Leder, als Färbemittel, als Holzschutz usw. Diese Chromform ist giftig und kann allergische Kontaktekzeme und bestimmte Krebsarten hervorrufen. Dreiwertiges Chrom hingegen findet sich in biologischen Stoffen, wie Pflanzen und Tieren, und ist ein essenzieller Nährstoff. Da der Chrombedarf des Körpers vergleichsweise niedrig ist, zählt Chrom zu den Spurenelementen. Der Körper speichert rund 4-6 mg Chrom.
Im Körper eines Erwachsenen finden sich etwa 800-1.200 Gramm Phosphor. Neben Calcium gehört Phosphor zu den Mineralstoffen, die der menschliche Körper in den größten Mengen enthält, und ein ausgewogener Phosphorgehalt ist lebenswichtig. Etwa 90 % des Phosphorgehalts des Körpers finden sich in Knochen und Zähnen. Phosphor ist außerdem ein aktives Element, das an einer Vielzahl biochemischer Prozesse beteiligt ist und auch in der chemischen Verbindung Phosphat enthalten ist. Phosphor wird genau wie Calcium reguliert: Vitamin D unterstützt die Aufnahme aus dem Verdauungstrakt, Parathormon reguliert den Blutgehalt des Mineralstoffes, die Nieren steuern die Ausscheidung und die Knochen fungieren als Speicher.