COVID-19: Eine schnelle und effektive Therapie mit Vitamin D kann Krankenhausaufenthalte verkürzen und Leben retten

COVID-19: Eine schnelle und effektive Therapie mit Vitamin D kann Krankenhausaufenthalte verkürzen und Leben rettenEs wurde bereits belegt, dass die weit verbreiteten Probleme in Verbindung eines Vitamin-D-Mangels das Risiko erhöhen, sich mit COVID-19 zu infizieren und lebensbedrohliche Komplikationen zu entwickeln. In einer neuen Studie hat ein Team türkischer Wissenschaftler nachgewiesen, dass eine schnelle Behandlung mit Vitamin D die Dauer der Krankenhausaufenthalte verkürzen und das Sterberisiko um 50 Prozent senken kann. Darüber hinaus wirkt es sich sogar positiv auf die Komorbidität aus. Vitamin-D-Mängel treten besonders häufig während der Winterzeit und bei Senioren, Menschen dunkler Hautfarbe, übergewichtigen Personen, Diabetikern und anderen gefährdeten Gruppen auf. Dies verleiht den Studienergebnissen eine hohe Relevanz, insbesondere wenn man bedenkt, dass Impfstoffe nur eine begrenzte Wirkung haben.

Seit Dezember 2019 wird die Welt von einer COVID-19-Pandemie heimgesucht, an der verschiedene Varianten des Virus beteiligt sind. Normalerweise beginnt ein Virus mit der Infektion von Zellen in der Nase und breitet sich dann auf die unteren Atemwege aus. Einige Menschen sind in der Lage, die Infektion zu vermeiden, während die Mehrheit leichte bis mittelschwere Symptome entwickelt. Ist die Immunabwehr jedoch gestört, kann sich in seltenen Fällen ein ARDS (akutes Atemnotsyndrom) entwickeln. Eine Hauptursache ist der sogenannte Zytokinsturm in Kombination mit einer Hyperinflammation in den Epithelzellen der Lunge. Zytokinsturm und Hyperinflammation können auch in den Epithelzellen der Blutgefäße und in den Organen auftreten, was zu Kreislaufversagen und zum Tod führen kann. Es wurde beobachtet, dass COVID-19-Patienten auf Intensivstationen erhöhte Plasmaspiegel von Zytokinen wie IL-2, IL-7, IL-10 und TNFα aufweisen. Die Leistung unserer Immunabwehr entscheidet darüber, wie gut wir eine Infektion abwehren können, und das Immunsystem kann nicht normal funktionieren, wenn es uns an Nährstoffen wie Vitamin D mangelt. Deshalb wurde im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie viel über Vitamin D und sein therapeutisches Potenzial gesprochen.

  • Das Coronavirus ist eine Gruppe von Virustypen, die Krankheiten bei Menschen und Tieren verursachen können
  • Coronaviren können Erkältungen, SARS (2002), MERS (2012), COVID-19 usw. verursachen.
  • Das Coronavirus ist ein sogenanntes RNA-Virus, das ständig mutiert und in neuen Varianten auftritt

Vitamin D ist von entscheidender Bedeutung für die Immunabwehr

Fast alle unsere Zellen haben Vitamin-D-Rezeptoren (VDR). Vitamin D gilt als Steroidhormon. Die Art von Vitamin D, die wir in unserer Haut synthetisieren oder aus Nahrungsergänzungsmitteln erhalten, muss aktiviert werden, bevor der Körper sie verwenden kann. Dies ist ein Prozess, der in der Leber, den Nieren, weißen Blutkörperchen und an verschiedenen anderen Stellen stattfindet.
Vitamin D hat viele verschiedene Funktionen im Immunsystem. Wir haben in unseren Atemwegen eine große Anzahl weißer Blutkörperchen namens Makrophagen, die Vitamin D benötigen, um Keime abzutöten. Unterstützt wird dieser Prozess durch antibiotische Peptide in den Atemwegen, die ebenfalls auf Vitamin D angewiesen sind. Darüber hinaus benötigen die "Spezialtruppen" der Immunabwehr im Blut, die T-Zellen, Vitamin D, um sich schnell zu teilen, Viren anzugreifen und eine Immunität aufzubauen. Auch die Antikörper produzierenden B-Zellen benötigen Vitamin D.
Eine Reihe von Studien haben gezeigt, dass ein Vitamin-D-Mangel die Rate und Schwere verschiedener Infektionen wie Erkältungen, Grippe, Bronchitis, bakterielle Vaginose und HIV erhöht. Früher behandelten die Ärzte Tuberkulose, indem sie die Patienten im Freien in die Sonne setzten, damit sie Vitamin D produzieren konnten. Das war lange vor der Entdeckung von Antibiotika. Seitdem hat sich herausgestellt, dass Vitamin-D-Präparate eine positive Wirkung auf verschiedene Arten von Atemwegsinfektionen und Asthma haben. Es wird auch angenommen, dass Vitamin-D-Präparate schwere COVID-19-Infektionen lindern und die Sterblichkeitsrate auf Intensivstationen senken können.

  • Man geht davon aus, dass weltweit etwa eine Milliarde Menschen an einem leichten bis mittleren Vitamin-D-Mangel leiden
  • Sie merken nicht, wenn Ihrem Körper Vitamin D fehlt – Ihr Immunsystem aber schon
  • Ein Mangel an Vitamin D führt zu einer schwachen und entgleisten Immunabwehr und erhöht das Risiko von Infektionen und Komplikationen

Die türkische Studie

Die Wissenschaftler analysierten Daten von 867 COVID-19-Patienten, die am Universitätsklinikum Istanbul stationär behandelt wurden. Alle Patienten erhielten bereits eine antiretrovirale Therapie (Hydroxychloroquin), während einige, gemäß den nationalen Leitlinien, eine immunsuppressive Therapie (Tocilizumab) erhielten.
In der ersten Phase der Studie untersuchten die Wissenschaftler, wie die Blutspiegel von Vitamin D, gemessen als 25(OH)D, die Schwere der COVID-19-Infektion beeinflussten. Die zweite Phase war als prospektive, randomisierte, kontrollierte Studie konzipiert, die Patienten einbezog, bei denen COVID-19 diagnostiziert worden war. Außerdem gab es eine Gruppe von gesunden Kontrollpersonen.
Es stellte sich heraus, dass der Vitamin D-Spiegel im Blut der meisten Teilnehmer unter 30 ng/ml lag, was als Mangel angesehen wird. In den folgenden drei bis 14 Tagen erhielten die Patienten Megadosen Vitamin D, beginnend mit den höchsten Dosen in den ersten Tagen. Es wurden Dosen von bis zu 2.500 Mikrogramm täglich (100.000 I.E.) verabreicht, um die Blutspiegel des Nährstoffs so schnell wie möglich zu normalisieren. Patienten auf der Intensivstation und Patienten mit den niedrigsten Vitamin-D-Spiegeln zu Studienbeginn erhielten die höchste Dosis über einen Zeitraum von fünf Tagen. Die Kontrollgruppe erhielt eine normale Therapie und kein zusätzliches Vitamin D.

Fazit: Ein Mangel an Vitamin D kann lebensbedrohlich sein, während Nahrungsergänzungsmittel Leben retten können.

Die türkischen Wissenschaftler kamen zu dem Schluss, dass Begleiterkrankungen den größten Faktor in Bezug auf die Dauer des Krankenhausaufenthalts und die Aufnahme auf der Intensivstation aufgrund von COVID-19 darstellen. Darüber hinaus beobachteten die Forscher, dass Patienten ohne Begleiterkrankungen, aber mit sehr niedrigen Vitamin-D-Spiegeln (unter 12 ng/ml) im Vergleich zu Patienten, die an Begleiterkrankungen litten, längere Zeit auf der Intensivstation verbrachten.
Anders ausgedrückt: Ein schwerer Vitamin-D-Mangel macht Menschen offenbar anfälliger für COVID-19-Infektionen und anfälliger als Patienten mit Begleiterkrankungen.
Die Studie zeigte auch, dass Vitamin-D-Präparate die Dauer des Krankenhausaufenthalts der Patienten verkürzen können, auch bei Patienten mit Begleiterkrankungen. Es wurde gezeigt, dass die Vitamin-D-Therapie die Mortalitätsrate um den Faktor 2,14 senkt.
Vitamin D wirkt sich nachweislich auf verschiedene Parameter aus und ist daher für Patienten mit COVID-19 von Bedeutung. Die Wissenschaftler fordern zusätzliche Studien, die die Langzeitwirkung der Verwendung von Vitamin-D-Präparaten gegen die chronischen Eigenschaften von COVID-19-Infektionen untersuchen. Dazu gehören die Untersuchung von Patienten, die sich vollständig erholt haben, und die Untersuchung möglicher verzögerter Auswirkungen von Organschäden. Die Wissenschaftler fordern auch Studien, die auf gesunden Individuen basieren und Vitamin D-Ergänzungen erhalten. Die türkische Studie erschien in der Fachzeitschrift Nutrients und unterstützt frühere Forschungsarbeiten.

Blutspiegel von Vitamin D

  • Die Vitamin-D-Spiegel im Blut werden als Defizienz (unter 30 ng/ml), Insuffizienz (30-50 ng/ml) und Suffizienz (über 50 ng/ml) charakterisiert.
  • Führenden Experten zufolge liegt der optimale Wert zwischen 75 und 100 ng/ml).

Quellen:

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Nihayet Bayraktar et al. Analysis of serum cytokine and protective vitamin D-levels in severe cases of COVID-19. Journal of Medical Virology 2021

Ariel Israel, Assi Circurel et al. The link between vitamin D deficiency and COVID-19 in a large population. Department of Research and Data, Division of Planning and Strategy. September 2020

Northwestern University. Vitamin D levels appear to play role in COVID-19 mortality rates. Science Daily. Mai 2020

Hutchings, N. et al. Patients hospitalized with COVID-19 have low levels of 25-hydroxyvitamin D. Endocrine. Februar 2021

José L. Hernandez et al. Vitamin D Status in Hospitalized Patients with SARS-CoV2- Infection. The Journal of Clinical Endocrinology & Metabolism. Oktober 2020

Cutolo M et al. Vitamin D and Lung Outcomes in Elderly COVID-19 Patients. Nutrients. Februar 2021

Moustapha Dramé et al. Relation between Vitamin D and COVID-19 in Aged People: A Systematic Review. Nutrients. April 2021

Marta Entrenas Castillo et al. Effect of calcifediol treatment and best available therapy versus best available therapy on intensive care unit admission and mortality among patients hospitalized for COVID-19: A pilot randomized clinical study. The Journal of Steroid Biochemistry and Molecular Biology. Oktober 2020

David O. Meltzer et al. Association of Vitamin D Levels, Race/Ethnicity, and Clinical Characteristics With COVID-19 Test Results. JAMA Network Open. März 2021

Nikki Hancocks. Diet and supplements: Swiss panel publishes COVID-19 recommendations. NUTRAingredients.com Oktober 2020

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