Hohe Vitamin-D-Blutwerte wirken Arteriosklerose und Typ-2-Diabetes entgegen

Hohe Vitamin-D-Blutwerte wirken Arteriosklerose und Typ-2-Diabetes entgegenDie Koronarokklusion ist die weltweit häufigste Todesursache. Der Typ-2-Diabetes breitet sich aus wie ein Buschfeuer und ist gekennzeichnet durch Arteriosklerose und frühen Tod. Ernährung und Lebensstil sind von entscheidender Bedeutung, und dies gilt auch für Vitamin D. Laut einer neuen amerikanischen Studie, die in Nutrients veröffentlicht wurde, haben Menschen, deren Vitamin-D-Blutspiegel über dem offiziellen Schwellenwert liegt, weniger Biomarker für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Typ-2-Diabetes und das metabolische Syndrom.

Vitamin D ist bekannt für seine Rolle für die Gesundheit von Knochen und Muskeln, aber alle Zellen im Körper haben Vitamin-D-Rezeptoren (VDR). Der Nährstoff hilft bei der Kontrolle von rund 10 Prozent der zellulären Gene und einer Vielzahl von biochemischen Prozessen, was bedeutet, dass Vitamin D auch für den normalen Blutzucker und ein gesundes Herz-Kreislauf-System wichtig ist. Sowohl Typ-2-Diabetes als auch Arteriosklerose sind durch chronische Entzündungen gekennzeichnet. Der Grund, warum Vitamin D ein so breites Wirkungsspektrum aufweist, besteht darin, dass es auch die Produktion von proinflammatorischen Zytokinen im Immunsystem reguliert. Zytokine werden auch als Marker für Krankheiten verwendet.

Höhere Vitamin-D-Spiegel im Blut machen einen großen Unterschied

Die Vitamin-D-Blutspiegel werden als tatsächliche Defizienz (unter 30 nmol/l), Insuffizienz (30-50 nmol/l) und Suffizienz (über 50 nmol/l) eingestuft, aber gemäß der neuen amerikanischen Studie und mehreren früheren Studien, sollte der Vitamin D-Spiegel idealerweise höher als 75 nmol/l sein.
Die jüngste US-Studie umfasst 13.462 amerikanische Erwachsene. Die Wissenschaftler sammelten Daten aus einer größeren Studie namens National Health and Nutrition Examination Survey (NHANES) und verglichen die Vitamin-D-Blutspiegel der verschiedenen Teilnehmer in Bezug auf das metabolische Syndrom, Biomarker für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und die kardiovaskuläre Fitness (CVF), die ein Maß für die Fähigkeit des Herz-Kreislauf-Systems (Lunge, Herz, Kreislaufsystem) ist, den Muskeln während körperlicher Aktivität sauerstoffhaltiges Blut zuzuführen. Die Herz-Kreislauf-Fitness wird auch als körperliche Fitness oder VO2max bezeichnet.
Die Forscher fanden heraus, dass Teilnehmer mit Vitamin D-Spiegeln von 75 nmol/l oder höher, eine signifikant niedrigere Rate an dem metabolischen Syndrom und Typ-2-Diabetes aufwiesen als Teilnehmer mit Vitamin-D-Spiegeln unter 30 nmol/l.
Teilnehmer mit den höchsten Vitamin-D-Spiegeln in ihrem Blut hatten einen kleineren Taillenumfang und Blutanalysen ergaben, dass sie auch niedrigere Triglycerid- und Homocysteinspiegel, einen höheren (vorteilhaften) HDL-Cholesterinspiegel und weniger Fälle einer Insulinresistenz aufwiesen. Im Allgemeinen schien es, dass sie einen besseren Kohlenhydratstoffwechsel und ein geringeres Risiko hatten, an Diabetes zu erkranken. Teilnehmer mit den höchsten Vitamin-D-Spiegeln hatten auch eine bessere kardiovaskuläre Fitness (CVF) und waren fitter.
Die Wissenschaftler kamen zu dem Schluss, dass ein Vitamin-D-Spiegel im Blut von 75 nmol/l oder mehr mit einem geringeren Risiko für Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei amerikanischen Erwachsenen verbunden ist.

Vitamin D und seine positive Wirkung auf Blutzucker, Cholesterin und Herz-Kreislauf-Gesundheit

Eine Insulinresistenz ist die häufigste Ursache für Typ-2-Diabetes. Die Entwicklung dieser heimtückischen Erkrankung dauert in der Regel Jahre und ist häufig auf zu viele Kohlenhydrate in der Ernährung und auf einen Vitamin D-Mangel zurückzuführen. Aufgenommene Kohlenhydrate werden in Blutzucker (Glukose) umgewandelt. Die Bauchspeicheldrüse produziert dann Insulin, das Hormon, das Glukose in die Zellen transportiert. Bei einer Insulinresistenz reagiert der Körper nicht richtig auf sein eigenes Insulin, was bedeutet, dass die Zellen nicht genügend Glukose für ihren Energieumsatz erhalten. Die nicht genutzten Kohlenhydrate, die sich im Blutkreislauf ansammeln, werden dann in Fettablagerungen umgewandelt, typischerweise rund um die lebenswichtigen Organe (viszerales Fett), was häufig zu einem vergrößerten Taillenumfang führt.

Vitamin D hat laut anderer Studien mehrere Funktionen. Es ist beteiligt an:

  1. Pankreatische Insulinproduktion und Insulinfreisetzung
  2. Insulinsensitivität und Glukoseaufnahme in Leber, Muskeln, Gehirn und anderen Geweben
  3. Regulierung des Cholesterinhaushalts
  4. Regulierung der weißen Immunzellen und proinflammatorischen Zytokine. Vitamin D reguliert leicht entzündliche Erkrankungen, die typischerweise bei Fettleibigkeit, Insulinresistenz und Typ-2-Diabetes auftreten
  5. Beeinflusst die Endothelzellen in Blutgefäßen und im Herzen
  • Die Gesundheitsbehörden führen Aufklärungskampagnen durch, in denen sie vor den Gefahren der Sonneneinstrahlung warnen, die Menschen jedoch nicht über andere Möglichkeiten zur Gewinnung von Vitamin D informieren. Dies ist ein Problem, da wir diesen Nährstoff das ganze Jahr über benötigen
  • Der Mangel an Vitamin D trägt zur erhöhten Rate von Übergewicht, Diabetes und anderen Lebensstilkrankheiten bei

Endogene Vitamin D-Produktion und Ergänzung

Sie können an einem heißen Sommertag problemlos 30 bis 100 Mikrogramm Vitamin D synthetisieren, je nachdem, wie lange Sie in der Sonne bleiben und wie viel Haut Sie zeigen. Sie benötigen jedoch ein Vitamin-D-Präparat, wenn Sie im Sommer nicht genügend Sonne bekommen, und ganz sicher im Winter, wenn die Sonne nicht stark genug ist, um die Vitamin-D-Synthese zu ermöglichen.
Normale Vitaminpillen enthalten zu wenig Vitamin D, um den Vitamin D-Spiegel in Ihrem Blut zu optimieren. Es gibt jedoch Ergänzungsmittel auf dem Markt, die 20 bis 80 Mikrogramm enthalten. Der tatsächliche Bedarf an Vitamin D hängt von Faktoren wie Sonneneinstrahlung, Alter, Hauttyp, BMI und chronischen Krankheiten wie Diabetes ab. Vitamin D ist fettlöslich, sodass Ihr Körper es am besten aufnimmt und nutzt, wenn Sie den Nährstoff in ölgefüllten Kapseln einnehmen.

Quellen:

Ganji V et al. Serum Vitamin D Concentration ≥75 nmol/L Is related to Decreased Cardiometabolic and Inflammatory Biomarkers, Metabolic Syndrome, and Diabetes; an Increased Cardiorespiratory Fitness in US Adults. Nutrients, 10. März 2020

Scott LaFee. Vitamin D Deficiency Linked to Greater Risk of Diabetes. UC San Diego Health. April 2018

Plasma 25-hydroxyvitamin concentration and risk of type 2 diabetes and pre-diabetes. 12-year cohort study. PLoS One 2018

Sisley SR et al. Hypothalamic Vitamin D Improves Glucose Homeostasis and Reduces Weight. Diabetes 2016

Iowa State University: New promise for diabetics with vitamin D-deficiency. ScienceDaily. 2016

Pernille Lund. Sådan får du styr på dit blodsukker og din vægt. Ny Videnskab 2013

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