Vitamin E und Q10 können Muskelschäden nach einem Herzinfarkt vorbeugen

 – und damit Leben retten

Vitamin E und Q10 können Muskelschäden nach einem Herzinfarkt vorbeugenHerzinfarkte sind eine der häufigsten Todesursachen weltweit. Ein Herzinfarkt kann den Herzmuskel dauerhaft schädigen und die Lebensqualität des Patienten beeinträchtigen. Laut einer neuen vorklinischen Studie, die in Redox Biology veröffentlicht wurde, kann eine sofortige Behandlung mit Vitamin E dauerhaften Herzschäden entgegenwirken, und Forscher glauben, dass dies eine neue und kostengünstige Behandlungsoption darstellen könnte. Frühere Studien haben gezeigt, dass eine hochdosierte Supplementierung mit Q10 in pharmazeutischer Qualität die Lebensqualität und das Überleben von Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz, signifikant verbessert.

Das Herz ist der Motor des Körpers. Es zieht sich täglich rund 100.000 Mal zusammen, um alle unsere Zellen mit Blut und Sauerstoff zu versorgen. Chronische Herzinsuffizienz, ein Problem, das Millionen von Menschen auf der ganzen Welt betrifft, wird hauptsächlich verursacht durch Atherosklerose und Verengung der Blutgefäße, welche Blut und Sauerstoff zum Herzen befördern. Es handelt sich um eine sich langsam entwickelnde Krankheit, und laut Statistik sterben ungefähr 33 Prozent der Patienten innerhalb eines Jahres, nachdem sie zum ersten Mal wegen Herzinsuffizienz ins Krankenhaus eingeliefert wurden, was häufig auf dauerhafte Herzschäden zurückzuführen ist. Es ist daher unerlässlich, gut auf Ihr Herz aufzupassen und nach einem akuten Herzinfarkt möglicherweise neue Behandlungsstrategien zu prüfen.

  • Vitamin E (Tocopherol) ist ein fettlösliches Vitamin pflanzlichen Ursprungs.
  • Vitamin E enthält mehr als acht verschiedene Formen, die oft als Tocopherole und Tocotrienole bezeichnet werden.
  • Alpha-Tocopherol wird für den Menschen als am wichtigsten angesehen. Es ist die häufigste und aktivste Form von Vitamin E.

Vitamin E wirkt Herzschäden entgegen, die durch oxidativen Stress und Entzündungen verursacht wurden

Es versteht sich von selbst, dass eine akute Herzinsuffizienz eine schwere Belastung für den Körper darstellt. Die dauerhafte Schädigung des Herzens wird durch heftige Entzündungsprozesse, oxidativen Stress und Zelltod verursacht. Laut Professor Karlheinz Peter, der die neue Studie zu Vitamin E leitete und dem unabhängigen Forschungsinstitut Baker Heart and Diabetes Institute in Melbourne, Australien, angehört, ist Vitamin E eines der stärksten Antioxidantien und entzündungshemmenden Mittel.
Eine Langzeitbehandlung mit Vitamin E nach einem Herzinfarkt hat sich nicht als besonders wirksam erwiesen, um das Wiederauftreten von Herzinfarkten zu verhindern. Es scheint jedoch, dass eine akute Behandlung mit der stärksten Form von Vitamin E (Alpha-Tocopherol), einen entscheidenden Einfluss auf mehrere Parameter haben kann, insbesondere im Hinblick auf eine verminderte Infiltration weißer Blutkörperchen von Herzgewebe, die eine Entzündung auslöst. Außerdem schützt Vitamin E die Herzzellen vor oxidativem Stress und stellt die Herzfunktion schneller wieder her.
Oxidativer Stress ist ein Ungleichgewicht zwischen freien Radikalen und Antioxidantien wie Vitamin E. Freie Radikale sind hochaggressive Moleküle, die die Zellen angreifen und gefährliche Kettenreaktionen in und um die Zellen auslösen. Je mehr freie Radikale im Körper gebildet werden, desto mehr schützende Antioxidantien benötigen wir, um unsere Zellen zu schützen.
Die neue Studie wurde an Mäusen durchgeführt. Der nächste Schritt besteht darin, Patienten mit anhaltender akuter Herzinsuffizienz mit einer hohen Dosis Vitamin E zu behandeln. Mit MR-Scans und verschiedenen anderen Tests wollen die Wissenschaftler nachweisen, dass dies zur Erhaltung der Herzfunktion beiträgt.
Nach Ansicht der Wissenschaftler wäre es ideal, wenn Patienten mit akuter Herzinsuffizienz ihre anfängliche Vitamin-E-Behandlung im Krankenwagen oder unmittelbar nach Ankunft in der Notaufnahme, vor der konventionellen Behandlung mit Angioplastie und Bypass-Operation, erhalten.
Die von den Wissenschaftlern gewünschten Vitamin-E-Dosierungen sind von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) zugelassen.

Wie schwach ist das Herz?

Die New York Heart Association klassifiziert die Herzinsuffizienz in vier verschiedene Stadien (NYHA-Klassen), abhängig vom Auftreten von Symptomen wie Atembeschwerden, Schmerzen und Herzrasen.

  • NYHA I: Klinische Symptome treten nur bei extrem intensiver körperlicher Anstrengung auf.
  • NYHA 2: Klinische Symptome treten bei leichter körperlicher Anstrengung auf.
  • NYHA 3: Klinische Symptome treten bei geringer und normaler körperlicher Anstrengung auf.
  • NYHA 4: Klinische Symptome treten in der Ruhephase auf.

Wichtiger Hinweis: Patienten mit Herzinsuffizienz haben Q10-Mangel

Coenzym Q10 ist für das menschliche Herz in allen Lebensphasen von entscheidender Bedeutung. Es ist hauptsächlich am zellulären Energieumsatz beteiligt, und Herzzellen sind besonders energieabhängig. Q10 ist jedoch auch ein starkes Antioxidans, das Zellen und Gewebe vor oxidativem Stress durch freie Radikale schützt.
Menschen produzieren den größten Teil ihres eigenen Q10, doch diese endogene Q10-Synthese nimmt ab dem Alter von etwa 20 Jahren allmählich ab. Studien zeigen auch, dass der Q10-Spiegel in Blut und Gewebe bei Patienten mit Herzinsuffizienz niedriger ist als bei gesunden Personen. Gewebeproben aus erkrankten Herzen zeigen, dass der Q10-Gehalt im Herzgewebe umso niedriger ist, je stärker der Patient beeinträchtigt ist. Es gibt auch Hinweise auf eine Fehlfunktion der Mitochondrien, bei denen es sich um die mikroskopisch kleinen Kraftwerke handelt, die Energie in den Zellen produzieren. Daher betrachten Wissenschaftler Q10 als potenziell nützliche Behandlung bei Herzinsuffizienz.

Q10-Präparate für Patienten mit Herzinsuffizienz: Verbesserte Herzfunktion und wesentlich weniger Todesfälle

Der inzwischen verstorbene Chefarzt Dr. Svend Aage Mortensen leitete die bahnbrechende Q-Symbio-Studie, die die Auswirkungen von Q10 auf die chronische Herzinsuffizienz dokumentiert. Die Studie umfasste 420 Patienten mit Herzinsuffizienz aus Europa, Asien und Australien. Alle Patienten erhielten eine konventionelle Herztherapie. Zusätzlich zur Standardtherapie erhielt die Hälfte der Patienten dreimal täglich 100 mg Coenzym Q10, während die andere Hälfte ein passendes Placebo erhielt. Nach 16 Wochen stellten die Wissenschaftler fest, dass die Patienten in der mit Q10 behandelten Gruppe signifikant reduzierte Werte von NT-proBNP aufwiesen, einem Pro-Hormon, das vom Herzmuskel freigesetzt wird. Umgekehrt stieg der NT-proBNP-Spiegel in der Placebogruppe an. Die Q10-Supplementierung verbesserte auch die Herzmuskelkraft, wodurch das Herz mit weniger Kraftaufwand viel leichter pumpen kann. Dies verbesserte die Lebensqualität der Patienten.
Nach zwei Jahren gab es unter den mit Q10 behandelten Patienten 43 Prozent weniger herzbedingte Todesfälle als unter den Placebo-Patienten. Auch die Anzahl der Krankenhauseinweisungen in der mit Q10 behandelten Gruppe war im Vergleich zur anderen Gruppe um 43 Prozent gesunken.

Neue Hoffnung für Herzinsuffizienzpatienten

Dr. Svend Aage Mortensen bezeichnete die Ergebnisse mit Q10 bei Herzinsuffizienz als Paradigma in der Kardiologie. Die Patienten erhielten bereits die beste medizinische Behandlung für ihre Herzinsuffizienz, die Ergebnisse waren jedoch deutlich besser, wenn Q10 zu ihrem täglichen Behandlungsschema hinzugefügt wurde. In Ländern wie Ungarn, Italien, Japan und Kanada geben Ärzte Herzinsuffizienzpatienten routinemäßig Q10 und haben mit dieser Behandlung positive Ergebnisse erzielt.
Es gibt auch Hinweise darauf, dass bei akuter Herzinsuffizienz größere Mengen Q10 eingenommen werden müssen, da Q10 (wie Vitamin E) ein starkes Antioxidans ist, das das Herz vor oxidativem Stress schützt.
Q10 hat auch die einzigartige Fähigkeit, die Mitochondrien vor oxidativem Stress zu schützen und den Energieumsatz in den gestörten Mitochondrien zu fördern
Als der renommierte Q10-Forscher Dr. William V. Judy vor 20 Jahren einen lebensbedrohlichen Herzinfarkt erlitt, begann er sofort mit der Einnahme großer Dosen von Q10, die seine Frau auf seinen Wunsch ins Krankenhaus mitnahm. Er erholte sich überraschend schnell. Dr. Judy ist jetzt im Alter von 80 Jahren und fühlt sich großartig. Er führt dies auf die Tatsache zurück, dass er Q10 einnahm, was er als lebensrettendes Mittel und als Quelle für körperliches und geistiges Wohlbefinden ansieht. Er hat sogar das Buch „Coenzym Q10 – An Insider's Guide“ verfasst, in dem er über die Q10-Forschung schreibt und seinen eigenen dramatischen Bericht liefert.

  • Q10 kurbelt den Energiestoffwechsel an und sollte daher am besten morgens eingenommen werden.
  • Eine tägliche Dosis von ca. 200-300 mg Q10 wird normalerweise für Patienten mit Herzinsuffizienz empfohlen.
  • Wenn Sie große Mengen von Q10 einnehmen, nehmen Sie es am besten in mehreren kleineren Dosen ein, um eine bessere Absorption und Verwertung zu erzielen.

Die Qualität eines Q10-Produkts bestimmt seine Wirkung

Es ist von entscheidender Bedeutung, dass Q10 aus Nahrungsergänzungsmitteln in die Mitochondrien gelangt. Wenn Sie Q10 als Rohstoff in einem Mikroskop untersuchen, werden Sie feststellen, dass die Q10-Moleküle dazu neigen, sich in großen, unlöslichen Kristallen zu aggregieren, die das Verdauungssystem nicht absorbieren kann, da sich die Kristalle bei normaler Körpertemperatur nicht auflösen können. Um dieses Hindernis der Natur zu überwinden, werden die Q10-Kristalle einer speziellen Herstellungstechnik mit verschiedenen Ölen und einer Wärmebehandlung ausgesetzt, die es den Kristallen ermöglicht, sich bei Körpertemperatur aufzulösen. Auf diese Weise sind die Q10-Moleküle frei und nicht gebunden und können vom Dünndarm aufgenommen werden. Q10-Präparate, die mit dieser Technik hergestellt werden, können ihre Bioverfügbarkeit dokumentieren und sind daher eine weitaus bessere Wahl als gewöhnliche Präparate.

Quellen

Maria Wallert et al. α-Tocopherol preserves cardiac function by reducing oxidative stress and inflammation in ischemia/reperfusion injury. Redox Biology. 2019

Mortensen SA et al. The effect of coenzyme Q10 on morbidity and mortality in chronic heart failure: results from Q-Symbio: a randomized double-blind trial. Journal of the American College of Cardiology, heart Failure 2014

Sylvia Oleck, Hector O. Ventura: Coenzyme Q10 and Utility in Heart Failure: Just Another Supplement? Pharmacologic Therapy 2016

William V. Cody. Coenzyme Q10. An Insider´s Guide. Ny Videnskab 2018

David Mantle und Iain Hargreaves. Coenzyme Q10 and Degenerative Disorders Affecting Longevity: An Overview. Antioxidants (Basel) Online veröffentlicht Feb 2019

Pernille Lund. Q10 - fra kosttilskud til epokegørende medicin. 2014

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