Die Fähigkeit von Vitamin D, Krebs und anderen Krankheiten vorzubeugen, hängt von Magnesium ab

Die Fähigkeit von Vitamin D, Krebs und anderen Krankheiten vorzubeugen, hängt von Magnesium abEpidemiologische Studien haben zu unterschiedlichen Ergebnissen in Bezug auf Vitamin D und dessen Fähigkeit zum Schutz vor Krebs, Infektionen und anderen Krankheiten geführt. Laut einer neuen, in der Fachzeitschrift Cancer Research veröffentlichten Studie, liegt dies jedoch daran, dass Magnesium an der Aktivierung von Vitamin D, auf das alle Zellen angewiesen sind, beteiligt ist. Es ist daher nicht sinnvoll, Vitamin D-Präparate zu sich zu nehmen, wenn Sie einen Magnesiummangel haben. Und genau dies ist bei vielen Menschen der Fall, die sich ungesund ernähren, gestresst sind, Medikamente einnehmen, etc.

Vitamin D ist wichtig für unsere Knochen und Immunabwehr. Aktuelle Studien zeigen auch, dass es wichtig ist, um Entzündungen, Depressionen und Krebs vorzubeugen. Wissenschaftler haben sogar festgestellt, dass Vitamin D und Magnesium eng zusammenarbeiten, wie ein Team. Aus diesem Grund ist es wichtig, ausreichend Vitamin D zu erhalten und sicherzustellen, dass das richtige Gleichgewicht zwischen den beiden Nährstoffen vorhanden ist, um das ordnungsgemäße Wirken vieler Körperfunktionen und eine allgemeine gute Gesundheit zu ermöglichen.
Es ist allgemein anerkannt, dass Vitamin-D-Präparate die Aufnahme von Kalzium erhöhen. Bei einem Magnesiummangel erhöht sich wiederum das Osteoporoserisiko, denn eine der Aufgaben von Magnesium besteht darin, das Einbetten von Kalzium in unsere Knochenzellen sicherzustellen. In einer Studie an Patienten mit Rachitis, einer Krankheit, der durch einen schweren Vitamin-D-Mangel verursacht wird, konnten Vitamin-D-Injektionen in großen Mengen (1500 Mikrogramm) den tatsächlichen Mangel nicht bessern. Als jedoch zusätzlich Magnesium verabreicht wurde, waren die Knochenzellen plötzlich in der Lage, das benötigte Kalzium zu absorbieren, und die Behandlung gegen Rachitis funktionierte wie erwartet. Auf diese Weise können Magnesiumergänzungen verwendet werden, um die erfolglose Vitamin-D-Therapie zu unterstützen. Gleiches gilt für Vitamin D, das zur Vorbeugung gegen Krebs und eine Reihe anderer Krankheiten eingesetzt wird.

Es gibt verschiedene Arten von Vitamin D, und die wichtigsten Formen sind:

Vitamin D2 ( Ergocalciferol). Natürlich vorkommend im Pflanzenreich.

Vitamin D3 ( Cholecalciferol). Natürlich vorkommend im Tierreich, können sie in die aktiven Formen umgewandelt werden.

Wie Magnesium Vitamin D aktiviert

Die Cholecalciferol genannte Form von Vitamin D wird in unserer Haut zunächst mittels Sonnenlicht, einer Form von Cholesterin, synthetisiert. Dies ist die gleiche Form von Vitamin D, die wir aus Vitamin-D-Ergänzungen erhalten.
Durch magnesiumhaltige Enzyme wandelt die Leber dann Cholecalciferol in 25-Hydroxycholecalciferol D3 – oder 25 (OH) D3 – um, die Form von Vitamin D, die in Blutuntersuchungen gemessen wird. Wenn wir Vitamin D brauchen, wird 25 (OH) D3 in den Nieren in die aktive Form von Vitamin D umgewandelt, die als 1,25-Dihydroxycholecalciferol D3 bezeichnet wird. Diese Umwandlung erfordert die Anwesenheit anderer Magnesium enthaltender Enzyme. Ein Magnesiummangel kann daher zu einer Vielzahl verschiedener Erkrankungen führen, die durch einen Mangel an aktiviertem Vitamin D verursacht werden.

Vitamin D und Magnesium sind beide für die Vorbeugung gegen Krebs unerlässlich

Frühere Studien (in vivo und in vitro) haben gezeigt, dass die Aktivierung von Vitamin D von Magnesium abhängt. Nun hat ein Team von Wissenschaftlern eine doppelblinde, randomisierte, placebokontrollierte Studie über die Wechselwirkung zwischen Magnesium und Vitamin D durchgeführt. Dabei wurde auch untersucht, ob Magnesium die Blutwerte von aktiviertem Vitamin D erhöht oder nicht. In ihrer Studie zur Darmkrebsvorbeugung, wurden 250 Teilnehmer randomisiert Magnesiumpräparate oder ein passendes Placebo zugeteilt. Die Forscher fanden heraus, dass Magnesiumpräparate den Blutspiegel von 25 (OH) D3 und bestimmte andere Formen von Vitamin D beeinflussten. Sie stellten auch fest, dass es einen Unterschied zwischen der Einnahme von Vitamin D allein und der Einnahme von Vitamin D-Präparaten zusammen mit Magnesium gab.
Laut den Wissenschaftlern könnte ihre neue Studie erklären, warum frühere Studien zur Krebsvorbeugung anhand von Vitamin D zu unterschiedlichen Ergebnissen geführt haben. Die neue Studie wurde in Cancer Research veröffentlicht.

Der weit verbreitete Mangel an Vitamin D und Magnesium ist eine gefährliche Mischung

Unsere Hauptquelle für Vitamin D ist die Sonne in der Sommerzeit. Wir erhalten nur kleine Mengen des Nährstoffs aus den Lebensmitteln, die wir zu uns nehmen. Vitamin-D-Mängel sind daher in der nördlichen Hemisphäre, mit wenig Sonne im Winter, relativ häufig. Schätzungsweise 50 Prozent der Amerikaner haben einen Magnesiummangel, und eine ähnliche Zahl kann auch für Europäer gelten. Das heißt: Es gibt einen weit verbreiteten Mangel an beiden Nährstoffen, und dies kann sich auf unterschiedliche Weise nicht nur kurzfristig, sondern auch langfristig auf unsere Gesundheit auswirken.

Überblick über die Wechselwirkungen zwischen Vitamin D und Magnesium
Vorhandensein von Vitamin D Vitamin D-Typ und Enzymaktivität
Nahrungsmittel und Ergänzungen Cholecalciferol
Haut Cholecalciferol
Synthetisiert aus Cholesterin und UVB-Strahlen der Sonne
Leber 25-Hydrocholecalciferol D3 / 25 (OH) D3
Hergestellt mit Hilfe des Enzyms 25-Hydroxylase, das Magnesium benötigt
Nieren 1,25-Dihydroxycholecalciferol D3
Wird mit Hilfe des Enzyms 1-Alpha-Hydroxylase hergestellt, das Magnesium benötigt

Warum so viele Menschen einen Magnesiummangel haben

Gute Magnesiumquellen sind Körner, Mandeln, Nüsse, Vollkorn, Kohl, Bohnen und anderes Kompaktgemüse.
Magnesiummängel sind in den letzten Jahrzehnten aufgrund moderner Anbaumethoden, ungesunder Ernährung und zu vielen raffinierten Lebensmitteln immer häufiger geworden. Ein hoher Konsum von Alkohol und anderen Stimulanzien, Antibabypillen, Diuretika, Betablockern, Antazida, Kortikosteroiden, Insulinresistenz, übermäßiges Training und Stress hemmen zusätzlich die Magnesiumaufnahme und verringern den körpereigenen Mineralstoffgehalt
Unser tatsächlicher Bedarf an Magnesium kann daher weit über der Referenzmenge liegen.

Die Messung des Magnesiumspiegels im Körper führt oft zu irreführenden Ergebnissen

Es ist schwierig, den Magnesiumstatus des Körpers zu bestimmen, da nur 1% der Magnesiumreserven des Körpers im Blut gefunden werden. Der beste Weg, um den Magnesiumstatus einer Person zu bestimmen, ist eine Vollblutanalyse, bei der auch die Magnesiummenge in den Blutzellen und nicht nur im Plasma gemessen wird.

Quellen:

Qi Dai el al. Abstract CT093: Bimodal relationship between magnesium supplementation and vitamin D status and metabolism: Results from randomized trial. Cancer Research Juli 2018

Anne Marie Uwitonze, Mohammed S Razzaque. Role of magnesium in Vitamin D Activation and Function. The Journal of the American Osteopathic Association. 2018

American Osteopathic Association. Low magnesium levels make D-vitamin ineffective. ScienceDaily. 2018

Keep magnesium levels topped to benefit from vitamin D, research suggest. Nutrition Insight

Andrea Rosanoff et al. Essential Nutrient Interactions: Does Low or Suboptimal Magnesium Interact with Vitamin D and/or Calcium status. Advances in Nutrition 2016

Mark J. Bolland et al. Vascular events in healthy older women receiving calcium supplementation: randomised controlled trial. BMJ 2008

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