Es gibt einen Zusammenhang zwischen Vitamin D und der Sauerstoffverwertung, Lebensdauer und dem Fitnesslevel

Es gibt einen Zusammenhang zwischen Vitamin D und der Sauerstoffverwertung, Lebensdauer und dem FitnesslevelEs ist allgemein bekannt, dass Vitamin D eine wichtige Rolle für unser Knochen- und Immunsystem spielt und es gibt sogar Belege dafür, dass Vitamin D auch entscheidend ist für unsere Lungen-, Herz- und Muskelfunktionen. Laut einer neuen Studie bestimmt der Vitamin-D-Spiegel im Blut, wie gut wir unseren Sauerstoff verwerten, was wiederum unsere Trainingsleistung und Lebensdauer beeinflusst. Die Studie wurde im ”European Journal of Preventive Cardiology” veröffentlicht.

 

Laut der neuen Studie steht der Vitamin D-Gehalt im Blut in direktem Zusammenhang mit unserem kardiorespiratorischen Fitnesslevel. Dies betrifft die Fähigkeit des Körpers, den Muskeln während einer sportlichen Betätigung Sauerstoff zuzuführen. Die kardiorespiratorische Fitness wird als maximaler Sauerstoffverbrauch während des Trainings gemessen und als VO2max bezeichnet. Dies ist Ausdruck der höchstmöglichen Sauerstoffmenge (in Millilitern), die die Lunge innerhalb einer Minute aufnehmen kann.
Die Ausdauerleistungsfähigkeit oder Trainingskapazität einer Person entspricht dem relativen VO2max-Wert, welcher auch die Körpergröße berücksichtigt. Es zeigt sich, dass Menschen mit einer besseren kardiorespiratorischen Fitness gesünder sind und länger leben, was höchstwahrscheinlich darauf zurückzuführen ist, dass ihre Zellen mit mehr Sauerstoff versorgt werden, um den Zellkraftwerken – den sogenannten Mitochondrien – zu helfen, mehr ATP zu produzieren. ATP ist ein Energieträger, der chemisch in den Zellen gespeichert wird.

Je mehr Vitamin D, desto besser

In der neuen Studie wollten die Wissenschaftler untersuchen, ob Menschen mit einem höheren Vitamin-D-Blutspiegel einen höheren kardiorespiratorischen Fitnesszustand aufwiesen. Sie sammelten Daten aus einer großen Bevölkerungsstudie namens NHANES (National Health and Nutrition Examination Survey), in der Forscher im Zeitraum von 2001-2004 einen großen Teil der Amerikaner im Alter von 20 bis 49 Jahren untersuchten.
Die Teilnehmer wurden in vier Gruppen eingeteilt, je nachdem, wie hoch ihr Vitamin D-Gehalt im Blut war. Die Wissenschaftler untersuchten Daten von etwa 2.000 Teilnehmern, von denen 45% Frauen waren, 49% weiß waren, 13% einen erhöhten Blutdruck aufwiesen und 4% Diabetiker waren.
Es stellte sich heraus, dass das Viertel mit dem höchsten Vitamin-D-Blutspiegel einen um 4-5 Mal höheren kardiorespiratorischen Fitnesszustand aufwies als das Viertel mit der geringsten Vitamin-D-Menge im Blut. Der Unterschied blieb statistisch signifikant nach Anpassung an Alter, Geschlecht, Ethnie, BMI, Rauchen, erhöhten Blutdruck, Diabetes und andere störende Faktoren. Der Zusammenhang zwischen höheren Vitamin-D-Blutwerten und einer besseren Trainingskapazität wurde sowohl bei Männern als auch bei Frauen beobachtet, unabhängig von ihrer Ethnie, ihrem BMI und davon, ob sie einen erhöhten Blutdruck und Diabetes hatten oder nicht.

Vitamin D-Messungen und optimale Anforderungen des Herzens

Der Vitamin D-Gehalt im Blut wird als 25-Hydroxy-Vitamin-D gemessen. In Dänemark liegt der untere Schwellenwert bei 50 nmol/l. Die Wissenschaftler beobachteten, dass bei jedem Anstieg des Vitamin D um 10 nmol/l und der VO2max-Wert signifikant anstiegen. Je höher der Vitamin D-Gehalt der Teilnehmer im Blut war, desto besser war ihre kardiorespiratorische Fitness
Dr. Marawan weist darauf hin, dass es sich um eine Beobachtungsstudie handelt. Er kann daher nicht einfach schlußfolgern, dass Vitamin D die Trainingskapazität einer Person verbessert. Er betont jedoch, dass es eine starke Korrelation gibt. Aus diesem Grund sollten Menschen, die in nördlicheren Breitengraden leben, besonders darauf achten, während der kalten Jahreszeit, wenn die Sonne zu tief am Himmel steht, ausreichend Vitamin D zu sich zu nehmen, damit der Körper als Reaktion auf die Sonneneinstrahlung Vitamin D herstellen kann. Umgekehrt sollten wir auch darauf achten, nicht zu viel Vitamin D zu bekommen, da dies eine Kalziumansammlung im Blut fördern kann, was zu Übelkeit und Kraftlosigkeit führt.
Laut Dr. Marawan wissen wir bereits, wie wichtig ein optimaler Vitamin-D-Gehalt zur Unterstützung gesunder Knochen ist. Nun brauchen wir neue Studien, um zu zeigen, wie viel Vitamin D benötigt wird, um das Herz optimal funktionieren zu lassen. Für den allgemeinen Gesundheitszustand der Bevölkerung hält es Dr. Marawan auch für notwendig zu untersuchen, ob die Vitamin D-Anreicherung von Lebensmitteln mehr als nur die Knochengesundheit beeinflussen kann. Andere Wissenschaftler glauben, dass Blutwerte von bis zu 75-100 nmol/l erforderlich sind, um eine optimale Prävention von Krankheiten zu erreichen, was höhere Aufnahmemengen erfordert als derzeit empfohlen.

Nahrungsergänzungen und sicherer Grenzwert

Viele Forscher behaupten, der tatsächliche Bedarf an Vitamin D sei höher als der derzeitige Referenzwert (RI,reference intake), und ihre Empfehlungen für die Aufnahme des Nährstoffs schwanken zwischen 30 und 100 Mikrogramm pro Tag. Menschen mit dunkler Haut synthetisieren Vitamin D nicht so leicht wie Menschen mit hellerer Haut. Dies gilt auch für ältere Menschen. Auch übergewichtige Menschen und Diabetiker haben Schwierigkeiten, Vitamin D herzustellen und zu verwenden.
Im Winter benötigen die meisten Menschen eine Vitamin-D-Ergänzung, da nicht genügend Sonnenschein vorhanden ist und unsere Ernährung nur begrenzte Mengen des Nährstoffs enthält. Da Vitamin D lipidlöslich ist, können wir den Nährstoff am besten nutzen, wenn er in einer Art Öl in Kapseln enthalten ist.

Quellen:

Amr Marawan et al. Association between serum vitamin D levels and cardiorespiratory fitness in adult population of the USA. European Journal of Preventive Cardiology. Oktober 2018

European Society of Cardiology. Vitamin D levels in the blood linked to cardiorespiratory fitness. ScienceDaily 30. Oktober 2018

https://www.efsa.europa.eu/sites/default/files/assets/UL_Summary_tables.pdf

Steen Ahrenkiel. D-Vitamin behov og mangel i Danmark. Biokemisk forskning 2009

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