Zink verhindert Tumorwachstum

- und vielen Menschen fehlt der Nährstoff

 Zink verhindert TumorwachstumFrühere Studien haben gezeigt, dass Zink eine wichtige Rolle für unsere Gesundheit und für die Prävention von Speiseröhrenkrebs spielt. Es war der Wissenschaft jedoch ein Rätsel zu verstehen, auf welche Weise Zink vor dieser weit verbreiteten Krebsform schützt. Jetzt haben Professor Zui Pan und ein Team von Forschern der University of Texas in Arlington, USA, die Mechanismen identifiziert, durch die Zink gesunde Zellen schützt und die Ausbreitung von Krebszellen in der Speiseröhre verhindert. Die Wissenschaftler hinter der neuen Studie glauben, dass Zink in der richtigen Dosierung ein großes Potenzial hat, die Krankheit zu verhindern und als Hilftsstoff in der Therapie zu dienen. Ihre Studie wurde im The FASEB Journal veröffentlicht.

Wir beziehen Zink aus verschiedenen Lebensmitteln wie Austern, Garnelen, Fleisch, Milchprodukten, Nüssen, Kernen und Bohnen. Dennoch gibt es ein weit verbreitetes Problem mit Zinkmängeln, entweder weil zu wenig Zink in der Nahrung enthalten ist, oder durch Faktoren, die unsere Fähigkeit hemmen, den Nährstoff aufzunehmen und zu nutzen.
Zink unterstützt eine Vielzahl von Proteinen und rund 300 verschiedene Enzyme, die unseren Stoffwechsel, die Fruchtbarkeit, das Nervensystem, das Immunsystem und viele andere Funktionen steuern. Zink ist auch ein wichtiges Antioxidans, das Zellen vor freien Radikalen schützt. Dies sind aggressive Moleküle mit der Fähigkeit, zelluläre DNA anzugreifen und die Entwicklung von Krebs zu fördern.

Speiseröhrenkrebs ist weit verbreitet und neue Therapien sind notwendig

Nach Angaben des ”National Cancer Institutes” in den Vereinigten Staaten, ist Speiseröhrenkrebs die sechsthäufigste Ursache für einen Krebstod weltweit. Obwohl sich die Therapien verbessert haben, haben Menschen mit Speiseröhrenkrebs nur eine 20-prozentige Überlebenschance in den ersten fünf Jahren nach Entdeckung der Krankheit. Die Statistik spricht ihre eigene, klare Sprache, und es besteht ein großer Bedarf an neuen Therapien zur Vorbeugung und Behandlung dieser Krebsform.

Fakten zu Speiseröhrenkrebs

  • Die Hauptfaktoren, die Speiseröhrenkrebs verursachen, sind Rauchen, Alkohol, Mangelernährung und der Alterungsprozess
  • Die Krankheit tritt typischerweise bei Menschen im Alter von 70 Jahren auf
  • Häufige Symptome sind Schluckbeschwerden, stechende Schmerzen im Zwerchfell und Gewichtsverlust

Vielen Krebspatienten fehlt Zink

Klinische und tierische Studien haben gezeigt, dass Zink für alle Zellen im Körper essentiell ist. Ein Zinkmangel macht es den Zellen schwer, richtig zu funktionieren. Laut Professor Zui Pan sind Zinkmängel bei Krebspatienten weit verbreitet. Bis vor kurzem wusste die Wissenschaft nicht, warum eine optimale Zinkkonzentration im Körper dazu beiträgt, die Vermehrung von Krebszellen zu verhindern und es gleichzeitig gesunden Zellen ermöglicht, sich zu regenerieren.

Die Verbindung zwischen Zink, Kalzium und Speiseröhrenkrebs

Professor Zui Pan und ihr Forscherteam beobachteten, dass Zink eine spezifische Fähigkeit hat, bestimmte Kalziumkanäle in Speiseröhrenkrebszellen zu blockieren. Es ist bereits bekannt, dass diese Kalziumkanäle (Orai1) die Ausbreitung von Krebszellen fördern, wenn das Kalziumsignal zu überwältigend ist. Die Fähigkeit von Zink, den Kalziumkanal zu blockieren, kann daher die Vermehrung dieser Krebszellen verhindern. Die Wissenschaftler entdeckten auch, dass Zink die Kalziumkanäle in gesunden Zellen nicht beeinflusst. Laut Zui Pan ist es das erste Mal, dass es der Wissenschaft gelungen ist zu zeigen, wie Zink überaktive Kalziumkanäle in Krebszellen blockiert. Es scheint sogar eine biochemische Verbindung zwischen Zink und Kalzium zu bestehen.

Wussten Sie schon, dass 99 Prozent des körpereigenen Kalziums in harten Geweben wie Knochen und Zähnen gespeichert werden? Alle Zellen im Weichgewebe (Muskeln, Haut, etc.) müssen praktisch frei von Kalzium sein.

Die potenzielle Rolle von Zink in der Prävention und Therapie

In Zukunft wollen Professorin Zui Pan und ihre Kollegen den biochemischen Zusammenhang zwischen Zink- und Kalzium-Signalisierung genauer untersuchen und die Möglichkeit der Verwendung von Zinkpräparaten zur Bekämpfung von Speiseröhrenkrebs erforschen. Sie glauben, dass wir genug Zink durch unsere Ernährung erhalten, ziehen aber Ergänzungen in Betracht.

Zinkquellen und Faktoren, die Ihren Zinkgehalt verringern

Wie bereits erwähnt, kommt Zink in verschiedenen Lebensmitteln wie Schalentieren, Fleisch, Milchprodukten, Nüssen, Kernen und Bohnen vor. Zink aus tierischen Quellen wird am besten aufgenommen. Die Aufnahme von Zink im Körper wird beispielsweise durch Zucker, die Antibabypille, anorganische Eisenpräparate und Alterungsprozesse beeinträchtigt.
Obwohl es in unserem Teil der Welt nur selten schwere Zinkmängel gibt, ist ein leichter und mäßiger Zinkmangel etwas verbreitet. Deshalb ist es wichtig, genug von diesem Nährstoff zu bekommen - sowohl zur Krebsvorbeugung als auch als Teil der Krebstherapie.

Die Mechanismen von Zink zur Krebsvorbeugung

  • Unterstützt über 300 verschiedene Enzyme, die für die Entwicklung der Zellen wichtig sind
  • Blockiert die Kalzium-Signalisierung in Krebszellen
  • Wirkt als Antioxidans, das die Zellen vor oxidativem Stress durch freie Radikale schützt
  • Wichtig für die Unterstützung des Immunsystems, um abnorme Zellen ausfindig zu machen und anzugreifen

Wählen Sie organische Zink-Ergänzungen, die der Körper aufnehmen und verwerten kann

Viele Zinkpräparate enthalten anorganische Zinkquellen wie Zinksulfat oder Zinkoxid, die der Körper nur schwer aufnehmen kann. Achten Sie immer darauf, das Etikett zu studieren, um zu sehen, was sich im Produkt befindet. Der Körper kann organische Quellen wie Zinkgluconat und Zinkacetat leicht absorbieren und nutzen.

Die folgenden Punkte erhöhen Ihren Bedarf an Zink

  • Überkonsum von Zucker, Alkohol, Stimulanzien und Junk-Food
  • Vegetarische/vegane Ernährung (Zink aus pflanzlichen Quellen wird nicht sehr gut aufgenommen)
  • Alterungsprozesse
  • Antibabypillen und Hormonschwankungen
  • Schwangerschaft und Stillzeit
  • Frühe Stadien der Infektion

Quellen

Sangyong Choi et al. Selective inhibitory effects of zinc on cell proliferation in esophageal squamous cell carcinoma through Orai1. The FASEB-Journal 2017

Zinc can halt the growth of cancer cells, study says. University of Texas. 2017
https://www.sciencedaily.com/releases/2017/09/170928121656.htm

Honor Whiteman . Zinc may help to prevent, treat esophageal cancer. MedicalNewsToday.2017
https://www.medicalnewstoday.com/articles/319594.php

https://www.news-medical.net/news/20171002/Zinc-may-help-stop-growth-of-esophageal-cancer.aspx

https://homeremediestv.wordpress.com/2017/09/30/stop-cancer-cell-growth-by-getting-concentrations-of-zinc-regularly-destroy-cancer-tumors-with-zinc/

https://www.cancer.dk/spiseroerskraeft-oesofaguscancer/kort-om-spiseroerskraeft-oesofaguscancer/

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